Installation Server Linux
iSign Server
Die hier vorgestelle Variante von iSign Server verwendet docker compose. Dabei werden die Komponenten als docker container dargestellt. Die docker compose Konfiguration beinhaltet sowohl die Anwendungen als auch die Datenbanken und bündelt diese in einem einzelnen Dienst.
Diese Variante bietet sich besonders für kleinere Installationen an, welche auf einem einzelnen Server Platz finden. Die Kapselung in docker compose erlaubt auch die Verwendung eines Servers für mehrere unterschiedliche Dienste. Jedoch wird das Ausführen mehrer Instanzen von iSign auf einem Server nicht untersützt.
Voraussetzungen
Die eingesetzte Distribution muss
- von .net 10 unterstützt werden (vgl. https://dotnet.microsoft.com/en-us/download/dotnet/10.0)
- von docker unterstützt werden (vgl. https://docs.docker.com/engine/install/ )
- APT als Paketmanager verwenden
- systemd verwenden
Von DE SIGNO unterstützt wird:
- Ubuntu 24.04 (64-bit)
- Ubuntu 26.04 (64-bit)
Als Systemvorausetzungen gelten:8
| Minimum | Empfehlung | Maximum | |
|---|---|---|---|
| Cores | 1 | 2 | 4 |
| RAM | 2GB | 4GB | 8GB |
| SSD | 15GB | 60GB | 500GB |
Installation
Verbinden Sie sich mit dem Server und führen die folgenden Befehle aus:
wget -qO- https://releases.de-signo.de/isign/9.0/9.0.10/install.sh | bash -s -- isign-server
Mögliche Optionen:
- “--enable-alert” aktiviert Alarm
- “--enable-signpost” aktiviert Signpost
- “--enable-vocatis” aktiviert Vocatis
- “--enable-postgresql” aktiviert Postgre SQL
- “--testing” verwendet das Testing-Repository
- “isign-server=
” installiert eine bestimmte Server Version
Da der iSign Server unter docker ausgeführt wird verwenden wir isign-server-docker-issrvconfig statt issrvconfig. Ersteres führt issrvconfig innerhalb der Container-Struktur aus.
Einstellen der Konfigurationsoptionen (vgl. iSign 8 - Installation Server Linux | Konfiguration)
sudo nano /etc/isign/server/compose/server-setup.jsonc
Laden Sie Ihre Lizenz
sudo isign-server-docker-issrvconfig license default use --key MY-PRODUCT-KEY
Lizenz aktivieren
sudo isign-server-docker-issrvconfig license default activate
Achten Sie darauf, dass die “ServerUrl” korrekt ist bevor Sie die Lizenz aktivieren. Eventuell kann diese nachträglich nicht mehr geändert werden.
Anwenden der Konfiguration und Start des Servers
sudo isign-server-docker-apply-config
Unter Proxmox müssen die AVX Features für die CPU explizit aktiviert werden, sonst kann Mongo-DB nicht starten. (Fehlermeldung: Aufgetretenes Problem MongoDB 5.0+ requires a CPU with AVX support)
Leistungsanpassung
MongoDB
iSign verwendet MongoDB zur Datenhaltung. Die Anforderungen sind relativ gering. Dennoch kann das System für MongoDB optimiert werden. Entsprechende Hinweise sind hier zu finden: https://www.mongodb.com/docs/manual/administration/production-checklist-operations/#linux
Update
Um iSign zu aktualisieren verwende Sie die folgenden Kommandos. Dies aktualisiert alle Pakete auf dem System auf die aktuellste Version. Der letzte Befehl schaltet dann iSign auf die installierte Version um.
sudo apt-get update
sudo apt-get install isign-server-docker-compose
sudo isign-server-docker-apply-config
Abfragen bei der Installation können in der Regel mit der Standardoption akzeptiert werden
Um eine bestimmte Version zu installieren kann der zweite Befehl Folgenden ersetzt werden:
sudo apt-get install isign-server-docker-compose=9.0.6
Enthält die iSign Version einen Bindestrich (z.B. 9.0.20-rc), so muss dieser durch ein Plus ersetzt werden (z.B. 9.0.20+rc)
Konfiguration
server-setup.jsonc
Die Konfigurationsdatei findet sich in der Regel unter /etc/isign/server/compose/server-setup.jsonc. Änderungen in der Datei werden mittels dem Befehl isign-server-docker-apply-config übernommen.
Details zu den Einstellungen finden sich in iSign 8 - Setup-Konfigurationsdateien.
Beispiel für einen Server unter der Domäne meine.domain.de und Verwendung eines Let`s Encrypt Zertifikates:
{
"http": {
// url for the isign server
"ServerUrl": "https://meine.domain.de/",
// for https use:
"RedirectFromPort80": true,
"WebPort": 443,
// for letsencrypt use
"sslMode": "acme",
"AcceptLetsEncryptTOS": true,
"EMail": "admin@meine.domain.de"
},
"user": {
// CreateAdmin is used to create an initial admin user or to regain access
// If the admin user exists, it is overwritten.
"CreateAdmin": false,
"AdminUserName": "admin",
"AdminPassword": "admin",
// CreateMaintenance creates the well-known user designo.
// Password is confidential and known by designo support team members only.
"CreateMaintenance": true
},
"data": {
"BackupTo": null
},
"login": {
"EnableFormsAuth": true
}
}
isign.server.conf
Die isign.server.conf definiert System-Parameter wie z.B. Pfade oder CPU- und Leistungsgrenzen für den Dienst isign.server.
Die Datei ist optional. Die Standardwerte sind in der isign.server.default.conf hinterlegt. Dort sind auch Hinweise zu den einzelnen Variablen zu finden.
Die Pfade in isign.server.conf werden teilweise in docker containers gemappt. Auf Softlinks innerhalb dieser Verzeichnisse, welche auf Dateien verweisen welche außerhalb der Verzeichnisse liegen hat der docker container keinen Zugriff. Falls Sie Links verwenden möchten, verwenden Sie daher Hardlinks.
Cheat-Sheet
Software aktualisieren (alle Komponenten inkl. iSign)
sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade
Bei knapp bemessenem Hauptspeicher (z.B. 2GB) kann es erforderlich sein iSign zu beenden bevor das Upgrade gestartet wird.
Systemleistung überwachen
free
top
iSign neu starten
sudo systemctl restart isign.server
Alte Images aufräumen (löscht alle nicht ausgeführten docker container und images)
sudo docker system prune -a
Zertifikate
nginx SSL-Zertifikat
iSign verwendet nginx als Webserver. Es wird empfohlen dafür SSL zu aktivieren. Dazu ist ein Zertifikat erforderlich (vgl. Zertifikate). Zerfikate werden im Ordner /usr/share/designo/isign-server/instance/default/nginx/ssl (anpassbar, Variable $certdir) gespeichert.
Wenn SslMode="ACME" verwendet wird wird der Inhalt automatisch verwaltet. Wenn SslMode="ManualFilePath" verwendet wird, dann werden die Dateinen aus $certdir/$CertificateFindValue/fullchain.pem und $certdir/$CertificateFindValue/privkey.pem geladen. fullchain.pem enhält die Zertifikatkette, privkey.pem den privaten Schlüssel.
Siehe auch: iSign 8 - Setup-Konfigurationsdateien
Vertrauenswürdige Zertifizierungsstellen
Die iSign Dienste nutzen HTTP um Daten untereinander und mit anderen Diensten auszutauschen. Dazu kann es erforderlich Sein ein SSL-Zertifikat als vertrauenswürdig einzustufen. Die iSign Dienste integrieren automatisch die Zertifikate aus /usr/local/share/ca-certificates (anpassbar, Variable $cacertdir). Diese werden immer beim Start der Container geladen.
Siehe auch: https://wiki.ubuntuusers.de/CA/
Administrator Zugriffsrechte
Anschließend kann die Weboberfläche aufgerufen werden. Melden Sie sich mit dem angelegten Benutzer an.
Bei der ersten Anmeldung müssen im Menü Administration ⚙️ → Benutzer bearbeiten die entsprechenden Zugriffsrechte vergeben werden. Erst danach werden alle freigegebenen Module für den Benutzer sichtbar und nutzbar. Die verfügbaren Berechtigungen sind abhängig von den lizenzierten und aktivierten Modulen des Systems.
